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FOTO: GUDRUN OTT

(Quelle: Märkische Allgemeine Zeitung vom 05.05.2008)

Männerchor Sonari trat mit Frühlingsliedern in Gröben auf

GRÖBEN - Es waren am Freitagabend nicht so viele Besucher in der Gröbener Dorfkirche, wie man es sonst von den Konzerten gewöhnt ist. Der Grund: Das Frühlingskonzert des Sonari Männerchores kam kurzfristig ins Programm. Chorleiter Volker Groeling, ein ehemaliger Berliner, ist nach Gröben gezogen und nutzte die Gelegenheit, sich und den Chor vorzustellen. Groeling, studierte nach der Ausbildung im „Dresdner Kreuzchor“ an der Hochschule für Musik „Hanns Eisler“ und schloss mit dem Staatsexamen als Dirigent ab. Er arbeitet als Komponist und Arrangeur für Rundfunk und Fernsehen, er ist Pianist und Sänger und unterrichtet im Fach Klavier an der Ludwigsfelder Musikschule. Den Sonari-Chor, der sein 50-jähriges Bestehen feierte, leitet er seit beinahe 18 Jahren. Über seine neue Heimat sagte er, sie sei „ziemlich kulturell, trotz des kleinen Örtchens“. Aber auch in Ludwigsfelde gäbe es viele gute Angebote, man müsse nur genau hinschauen.

Dass ein Männerchor immer einen besonderen Klang hat, ahnten die Besucher des Konzertes, aber die Gewalt der 45 Männerstimmen beim „La Montanara“ oder beim gesungenen „Vater unser“ ergriff die Seelen und trieb so manch einem Zuhörer Tränen in die Augen. Lieder wie „So sei gegrüßt viel tausend Mal, holder, holder Frühling“, oder „Veronica, der Lenz ist da“, umrahmte Gerhard Just, mit über 80 Jahren das älteste Chormitglied, mit Gedichten.

Sein Vortrag war von jener augenzwinkernden Leichtigkeit, die schwer zu machen und der Kunst eines professionellen Schauspielers ebenbürtig ist. Dem Berliner Männerchor gehört seit sieben Jahren auch Manfred Lotka an. Lotka, wohnt seit über 40 Jahren am Umspannwerk zwischen Nunsdorf und Märkisch Wilmersdorf, hat als Elektromonteur das Umspannwerk mit aufgebaut und sang früher im gemischten Chor von Ludwigsfelde. Den Tenor freute besonders die gute Akustik in der kleinen alten Dorfkirche. Dieses unverhoffte musikalische Erlebnis sei ein guter Vorgeschmack auf den am 18. Mai beginnenden Gröbener Musiksommer, meinte ein Besucher des Frühlingskonzertes beim Verlassen der Kirche. (Von Gudrun Ott)